Unsere Kirchen

Heimatgemeinde Winzig Schlesien

Wappen der Stadt Winzig

Herzlich Willkommen,
der Patenschaftsbeirat Meschede / Westfalen - Winzig / Schlesien begrüßt Sie
herzlichst und freut sich über Ihr Interesse.

1956 - 2006  50 Jahre Patenschaft Meschede - Winzig

Die markante frühere evangelische Kirche unserer Heimatstadt
wurde, so sagt die Chronik, im Jahre 1562 in der jetzigen
Form fertig gestellt. Allerdings konnte der Turm nicht gebaut werden.
 Es fehlte schlicht und einfach das nötige Geld.
Erst mehr als 300 Jahre später im Jahre 1876 wurde der immerhin 56 m hohe jetzige Turm gebaut.
1876 erster Glockenschlag vom neuen Turm.
1877 Einweihung des gleichzeitig total renovierten
Gotteshauses. Baukosten 40500 Mark.
Bild aus dem Jahr 1997

Der Baubeginn der katholischen Kirche war im Sommer  des Jahres 1884.
Grundsteinlegung war dann im September des gleichen Jahres.
Schon ein Jahr später, im September, wurden die 3 Glocken auf den Turm gezogen. 16 Zentner ( 800 kg ) , 8 Zentner und 4 Zentner schwer.
1886 erfolgte dann die feierliche Einweihung des neuen Gotteshauses.
Erster Pfarrer, schon während des Neubaues von 1884-1889, war Karl Hauke.


120 Jahre, ein stilles Jubiläum der kath. Kirche, 1886-2006.
Bild entnommen aus der Chronik.

Das dritte Gotteshaus in Winzig.

 

Neben der evangelischen und der katholischen Kirche gab es auch noch die jüdische Synagoge in der Junkernstraße 51. Im Jahre 1814 wurden die ersten jüdischen Mitbürger ansässig. Drei Familien waren es im Jahre 1814. Schon im Jahre 1858 zählte die Gemeinde 20 Familien. Die Gottesdienste fanden in Privathäusern statt. Aber auch die Verwaltung der Stadt stellte entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung. Folgerichtig beschäftigte man sich mit dem Bau einer Synagoge. Der im Jahre 1861 entstandene Synagogen-Verein war mit viel Eifer bemüht, das Vorhaben in die Tat umzusetzen. Der Bau wurde im März 1862 begonnen, nachdem alle Probleme beseitigt waren. Man höre und staune, schon Mitte September desselben Jahres war der Bau fertig gestellt. Der Bau und die Innenausstattung wurden mit einem Kostenaufwand von ca. 2000 Taler geschafft. Die Stadt beteiligte sich mit 100 Taler. Bis 1938 konnten nun die jüdischen Bürger ihre Gottesdienste dort feiern. In der sogenannten Progromnacht wurde die Inneneinrichtung von den Nazis beschädigt oder total vernichtet. Es konnten keine Gottesdienste mehr stattfinden. Die meisten jüdischen Bürger hatten die Stadt verlassen. Sicher spielten die Gewaltmaßnahmen durch die Gesetze der Hitlerpartei hierbei eine große Rolle. Etwa im Jahre 1940 wurde aus dem ehemaligen Gotteshaus eine Turnhalle. Die offizielle Sporthalle wurde als Massenquartier für kriegsgefangene Soldaten benötigt. Hier machten die französischen Soldaten den Anfang. Später folgten dann hauptsächlich die Soldaten der Sowjet Union. Die Synagoge wurde kein Opfer des willkürlichen Abbrennens unserer Stadt durch eine hassvolle Soldateska der großen Sowjet-Armee.

(einige Passagen sind der Schubert-Chronik entnommen)

WaZa

 

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